0
575

Eine S-Bahn passiert die Sektorengrenze

Eine S-Bahn passiert die Sektorengrenze, unmittelbar an der Mauer Ecke Schering- und Gartenstr./Liesenstraße im Bezirk Wedding.
Da der S-Bahnbetrieb unter Ost-Berliner hoheitlicher Verwaltung stand, fuhren die Züge ungehindert zwischen West- und Ost-Berlin, natürlich nur mit entsprechendem "linientreuen" Personal  bestückt und natürlich mit gesicherten Kontrollpunkten an den ersten Bahnhöfen im Ostteil der Stadt. Markantester Bahnhof dafür seinerzeit war der Bahnhof Friedrichstraße, da er auch als offizieller Grenzübergang in die "Hauptstadt der DDR" diente. Da der Bahnbetrieb eben auch nur zu Gunsten der Ostberliner Verwaltung  betrieben wurde, mieden West-Berliner Bürger zum allergrößten Teil die S-Bahn eben aus politischen Gründen, obwohl diese unschlagbar preisgünstige Tarife anbot.
Die Züge fuhren also gespenstisch leer durch West-Berlin, auch die Bahnhöfe verfielen nach und nach und boten unschöne Anblicke.
Erst nach der Wiedervereinigung wurde emsig renoviert und der Betrieb floriert seitdem

Aufnahmejahr:
1973
Ort:
Berlin
Fotograf:
W.L.