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Die Versöhnungskirche an der Bernauer Straße

Die Versöhnungskirche an der Bernauer Straße auf Ost-Berliner Gebiet. Für viele Jahre stand die Versöhnungskirche weitgehend intakt als Symbol der Spaltung auf dem Todesstreifen. Diese Kirche wurde von den DDR-Machthabern 1985 noch gesprengt, da sie wohl "im Weg" stand und die Observationen und auch das Schussfeld beeinträchtigte...

Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, doch obwohl sie ab 1945 genau an der Grenze des sowjetischen und französischen Sektors Berlins lag, wurde sie 1950 wiederhergestellt und bis 1961 für Gottesdienste genutzt. Durch den Mauerbau am 13. August 1961 verschärfte sich die Grenzsituation der Versöhnungsgemeinde drastisch, denn schon am 20. August wurde das Hauptportal der Kirchenmauer, etwa zehn Meter vor dem Gebäude, vier Meter hoch zugemauert. Den West-Berliner Gemeindemitgliedern war es von nun an nicht mehr möglich, die Kirche zu besuchen. Sie befand sich im Todesstreifen und wurde zunächst geschlossen. Später wurde der Kirchturm von DDR-Grenztruppen als Wachturm mit MG-Geschützstand genutzt. 

 

Aufnahmejahr:
1973
Ort:
Berlin
Fotograf:
W.L.